Stille Sitzmeditation: Schritt für Schritt zu offenem Gewahrsein
Von Alexander Bobrowski · Aktualisiert am 24. August 2026 · 4 Min. LesezeitStille Sitzmeditation verzichtet bewusst auf einen festen Ankerpunkt wie den Atem oder ein Mantra — stattdessen wird alles wahrgenommen, was gerade da ist, ohne daran festzuhalten.
Ausgangsposition
Aufrechter, stabiler Sitz, Wirbelsäule lang, Hände im Schoß oder auf den Knien.
Augen
Sanft schließen oder mit weichem Blick leicht geöffnet nach unten richten.
Ankommen
Ein paar bewusste Atemzüge, dann den Atem loslassen und nicht mehr aktiv fokussieren.
Offenes Gewahrsein
Ohne festen Ankerpunkt einfach wahrnehmen, was gerade da ist — Gedanken, Geräusche, Körperempfindungen.
Nicht anhaften
Gedanken und Empfindungen kommen und gehen lassen, ohne ihnen zu folgen oder sie wegzudrücken.
Dauer
Mit kurzen Zeiten beginnen (5–10 Minuten), spätere Steigerung möglich.
Abschluss
Langsam die Aufmerksamkeit weiten, Augen öffnen, kurz nachspüren.
- Fördert tiefes, unvoreingenommenes Gewahrsein
Für absolute Anfänger:innen ohne Ankerpunkt manchmal überfordernd — Einstieg eher über Atemmeditation empfohlen
Häufige Fehler
- Der Wunsch, Gedanken aktiv zu unterdrücken, statt sie einfach vorbeiziehen zu lassen.
Variante
Mit einem sehr leichten Ankerpunkt (z. B. gelegentliches Bemerken des Atems) für mehr Halt kombinieren.