…am Besten wie Beppo Straßenkehrer aus Momo seine Straße fegt: Man konzentriert sich nur auf den nächsten Schritt, die momentane Haltung, den nächsten Atemzug und schaut nicht nach vorne die Straße entlang, die (noch) vor einem liegt. Wer so Yoga übt, wird überrascht sein, wie schnell er Wirkung spürt.
Für jeden von uns gibt es mindestens einen guten Grund, um mit Yoga zu beginnen. Und der liegt (anfänglich) oft am Ende der Straße, die man beschreiten möchte. Es ist das Ziel, das man erreichen will – und für das man Yoga als eine Art Werkzeug zu benutzen denkt. (Doch Du kannst Yoga nicht als Werkzeug zur Zielerreichung verwenden. Denn Yoga ist schon das Ziel
) Was sind das für Ziele? Das kann zum Beispiel der Wunsch danach sein (wieder) beweglicher zu werden oder einfach etwas Zeit für sich zu haben. Eine Möglichkeit zu finden, sich zu entspannen, eine Pause zu finden um wieder zu Atem und um den Burnout nochmal herumzu-kommen. Es kann auch sein, dass man Beschwerden vorbeugen möchte, die aufgrund von Haltungsfehlern oder einseitiger Belastung entstehen könnten. Oder man hat bereits irgendwelche Probleme, leidet unter Kopfschmerzen, Nackenverspannungen oder Rückenproblemen und möchte oder muss an diesem Punkt etwas verbessern und verändern, um wieder an Lebensqualität zu gewinnen. Alles sehr gute und wichtige Gründe, um mit Yoga zu beginnen.
Unzählige solcher guten Gründe gibt es, um mit dem Yoga üben zu beginnen. Wichtig ist dann jedoch, dass man sich nicht auf das Ziel versteift und die Stunden und Tage zählt, die das Vorhaben nun schon andauert. Man darf nie die ganze Straße auf einmal ansehen, sondern sollte immer nur den nächsten Besenstrich im Kopf haben. Wer nach 3 Yogastunden enttäuscht darüber ist, immer noch nicht die die Füße hinter dem Kopf verschränken zu können oder immer noch unter Rückenproblemen zu leiden, der hat die innere Haltung noch nicht gefunden, mit der das Yoga üben wirklich eine Bereicherung für das ganze! Leben wird (oder werden kann). Die da nämlich heißt, nichts zu erwarten und nur des Übens willen zu üben - und plötzlich erstaunt zu sein, wie gut Yoga tut und was es alles verändert – und das auch wenn das ursprüngliche Ziel vielleicht noch nicht erreicht ist.
Übe Yoga wie Beppo Straßenkehrer seine Straße fegt. Nimm eine Position ein und atme. Konzentriere Dich auf Deinen Stand, spüre Deinen Körper, atme, sei – ganz hier und bei Dir. Und staune darüber, wie gut sich das anfühlt und wie unwichtig plötzlich die Straßen vor Dir werden, die Du noch zu beschreiten denkst – und die Ziele, die Du erreichen wolltest. Denn es gibt nichts wo Du ankommen musst. Übst Du Yoga kannst Du erkennen, dass es nichts zu erreichen gibt, sondern dass Du einfach schon da bist. Und das ist wohl die größte Überraschung.
Und dann macht es Freude….