Umkehrhaltungen

Zu den Umkehrhaltungen zählt natürlich die Königsdisziplin des Yoga, der Kopfstand. Aber auch die Königin der Schulterstand und der Unterarmstand sind ihres Zeichens Umkehrpositionen. Eine Umkehrhaltung zeichnet sich jedoch ganz allgemein dadurch aus, dass sich Kopf oder Herz tiefer als Becken oder Beine befinden. Dieser Definition folgend gibt es viel mehr Umkehrpositionen als man oft annimmt – vor allen Dingen auch weniger akrobatische und anfängertauglichere als Kopf- oder Handstand, für die doch ein gewisser Grad an Kraft und Körperkontrolle durch regelmäßige Yogapraxis bereits vorhanden sein muss. Doch zu den Umkehrhaltungen zählen der Definition nach damit auch Positionen wie die stehende Vorwärtsbeuge, bei der Kopf und Herz ebenfalls tiefer als das Becken positioniert sind. Und auch der nach unten blickende Hund kann sich damit zusätzlich in die Kategorie der Umkehrhaltungen einordnen. Doch was genau bewirken nun Umkehrhaltungen? Wie jede Asana hat auch jede Umkehrhaltung natürlich ihre ganz eigenen Wirkungen. Allgemein lässt sich jedoch sagen, dass Umkehrhaltungen auf mentaler Ebene dazu beitragen, alles einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten. Die Welt steht einfach Kopf. Und bei allen Positionen mit gehobenen Beinen werden diese entstaut, was besonders im Sommer oder bei schweren Beinen eine angenehme Wirkung haben kann. Zudem gelten sie als ausgleichend und werden oft am Ende einer Yogaeinheit geübt. Die oft gelesene Wirkung, dass Kopf und Gehirn besser durchblutet würden, muss insofern eingeschränkt werden, als dass sich diese Durchblutung natürlich selbst reguliert. Ansonsten wären Kopf und Gehirn den Rest des Tages, den man auf den Beinen und nicht auf dem Kopf stehend verbringt ja ständig unterversorgt… ;)

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