Stehhaltungen

Stehhaltungen kräftigen die aufrichtende Muskulatur sowie die Beine und stärken das Durchhaltevermögen und die Willenskraft. Im Stehen können Drehhaltungen, Vorbeugen und auch Rückbeugen eingenommen werden. Stehhaltungen werden von den meisten Yogaübenden als die herausforderndsten Haltungen empfunden, da hier die meisten Muskeln mit aktiv sind und die Positionen meist über mehrere Atemzüge oder Minuten gehalten werden, was mindestens die Beinkraft und das „Stehvermögen“ schult – aber eben oftmals auch Defizite aufzeigt. Denn, wer kann heute schon von sich sagen, dass er nicht einen Großteil des Tages in irgendeiner Art und Weise sitzend verbringt. Wer geht zu Fuß oder radelt zur Arbeit und wer hat heute einen Job, bei dem er Stehen muss? So ist die erste Hürde der Stehhaltungen meist das verhältnismäßig lange Ausharren in einer stehenden Position. Hinzu kommt dann noch die Aufmerksamkeit auf eine richtige und aufrechte Körperhaltung, die auch den restlichen Körper in diese Stehende Haltung miteinbezieht. So liegt die eigentliche Herausforderung von Stehhaltungen dann doch eher im korrekten Allignment – in der richtigen Körperstellung der einzelnen Körperteile zu sich. Begonnen bei der Position der Füße und Zehen, über die Beine, das Becken hinauf zu Wirbelsäule, Schulter, Nacken und Armen, sowie dem Kopf gilt es allen Teilen des Körpers gleichermaßen Aufmerksamkeit zukommen zu lassen und trotzdem noch frei und ruhig in Atem und Geist zu bleiben. Ja, das ist wahrlich Yoga.

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