Drehhaltungen
Drehhaltungen können richtig ausgeführt eine Wohltat für Körper und Seele sein. Besonders Wirbelsäule und Bandscheiben können davon profitieren. Drehhaltungen halten die Wirbelsäule flexibel und ernähren die Bandscheiben, die durch richtige Be- und Entlastung genährt werden. Drehhaltungen verleiten den Übenden jedoch oftmals dazu sich selbst zu überschätzen oder mal eben schnell oder unachtsam eine Haltung einzunehmen ohne ihr die richtige Aufmerksamkeit zu schenken. Erscheint eine Drehhaltung doch oftmals „leicht“ und ohne große Anstrengung oder ohne große unmittelbar körperlich spürbare Wirkung, so sind gerade die Wirkungen der Drehhaltungen nicht zu unterschätzen – ebenso wie die Gefahren beim unsachgemäßen oder übereiltem Üben. So gilt es, auf korrektes Allignment – eine korrekte Stellung des Körpers, speziell der Wirbelsäule zu achten – und zwar bevor und während eine Drehhaltung eingenommen wird, um unnötige Stauchungen der Wirbelsäule oder Zerrungen zu vermeiden. Je langsamer und bedachter eine (noch so leichte) Drehposition eingenommen wird, umso besser. Korrekt positioniert können Drehhaltungen dann auch längere Zeit über gehalten und mit entsprechender Atemtechnik noch intensiviert werden. So werden die positiven Vorzüge und Wirkungen von Drehhaltungen schnell erfahren. Drehhaltungen halten nicht nur die Wirbelsäule flexibel, sie regen auch die inneren Organe an, wirken auf die Verdauung und führen nicht selten zu Hungergefühlen und kräftigen vor allem auch die tieferliegenden Muskelschichten der rumpfaufrichtenden Muskulatur. So sind auch einige Tage später spürbare Muskelkater der tiefen Rückenmuskulatur selbst bei geübten Yogis keine Seltenheit. Drehhaltungen gibt es in unterschiedlichen „Schwierigkeitsstufen“ und Variationen. Viele klassische Drehpositionen finden im Sitzen statt. Es gibt jedoch auch genügend stehende und selbst liegende Drehhaltungen.