Jivamukti steht für die befreite Seele oder die Befreiung der Seele. (jiva die Seele, mukti die Befreiung) Und damit ist auch gleich das höchste Ziel des Jivamukti Yoga beschrieben, das 1986 mit dem Ziel entwickelt wurde die ursprünglichen Gedanken und Ziele des Yoga, wie sie auch in den alten Schriften festgehalten sind, mit unserer westlichen modernen Welt zu verbinden.
Die Gründer Sharon Gannon und David Life gewannen schnell an Anhängern – zu Beginn vor allem unter Tänzern und Schauspielern. Nach und nach wurden sie zu wahren Trendsettern in Sachen Vegetarismus, Tier- und Naturschutz sowie bewusster Lebensführung. Die alteingesessene Yogaszene reagierte lange verhalten auf die vermeintliche Modeerscheinung Jivamukti yoga, die auf ein großes Medieninteresse stieß. Doch die Ziele der Jivamuktis sind so alt wie der Yoga selbst. Die Befreiung der Seele im Hier und Jetzt, das Einheitserleben, die Erleuchtung. Für Jivamuktis, deren Yogastil durchaus sehr fordernd und gleichzeitig tief und innig ist, durchaus realistische Ziele, die durch den Aufbau mentaler Stärke und innerer Reinheit, die unabhängig von den Äußerlichkeiten zu dauerhaftem Glück führen sollen, erreicht werden soll.Die Yogapraxis der Jivamuktis ist ein dynamisches Training, das den ganzen Körper miteinbeziegt. Im Flow, ganz im Hier und Jetzt, wenn Körper und Atem zu einer Einheit verschmelzen, soll die Seele befreit werden. Beinahe nebenbei erlernen Jivamuktis eine Körperbeherrschung, die ihresgleichen sucht und gelangen zu einer kraftvollen Mitte, die das Herzstück der Übenden darstellt.
Jivamukti Studios bieten Anfänger bzw Basic sowie Medium und Fortgeschrittene Openstunden an. In den Anfängerklassen wird nach klassischer Iyengar Tradition jede Woche ein anderer Schwerpunkt gesetzt um in der letzten Woche des Monats alles in einer fließenden Form, Vinyasa zu vereinen. Ab den Medium Stunden wird der Kopfstand wichtiger Teil der Übungspraxis, mit dem der unbewußten Todesangst begegnet werden soll. Für die Jivamukti Yogaanhänger deshalb so wichtig, weil die Schriften lehren, man solle sich bewusst auf den Tod vorbereiten, um ihn dann in einem entspannten Zustand annehmen und ruhig sterben zu können, wenn es soweit ist. Schließlich werden in den Open Classes, den Fortgeschrittenen Stunden Pranayama und Meditation mit in die Praxis aufgenommen. Zudem werden Mantren gesungen oder traditionelle Schriften erörtert.